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¨Wir haben die Krise im Griff. Ihr Ende zeichnet sich ab!"

So hörte man. So hoffte man.

Frisch gemästet vom Geld der Allgemeinheit,

steht das alte Casinogeschäft vor neuer Blüte.

Erneut laufen sich die Geldjongleure in den Startlöchern warm.

Und in den oberen Rängen füllt man sich bereits wieder die Taschen mit Beutegeld.

So als hätte diese abgehobene, maßlose, gierige Klicke nichts hinzu gelernt.

 

Die Großen der Politik tun sich schwer mit neuen Regelungen für die Finanzwelt.

Es gibt zwar bemerkenswerte, entschlossen mutige Reden.

Noch immer aber  fehlt das politische Rückgrat, das Durchsetzungsvermögen und die Tatkraft.

Ganz besonders aber mangeln sichtbare Ansätze eines Umdenkens:

Götze Wachstum soll es erneut richten; mehr Produkte, mehr Fortschritt, mehr Waren, mehr Rendite...

Mehr, mehr, mehr: das bleibt die Losung.

 

Ungebrochen und massgeblich bleibt die geheime Macht der Finanzbarone.

Irgendwie sitzen sie immer mit im politischen Boot.

Als Berater, als Kumpane, als Genossen, als Freunde, als Wohltäter, als Wahlhelfer, als Lobbyisten...

 

Derweilen frißt sich die Krise weiter

bis in die kleinsten Verästelungen der globalisierten Welt.

Sie schädigt, ruiniert und zerstört die Lebensgrundlagen unzähliger Menschen.

Nahrung, Wohnen, Wasser, Boden, Natur und alle das Dasein tragende Güter,

werden weiterhin mißbraucht als Objekte des Geschäfts und des Profits

Oben ein endloses, sinnloses Prassen,

unten Hunger, Krankheit, Elend, Not und Krieg

dazwischen ein unersättliches Jagen nach neuem Genuss...

 

In der Bibel (Amos 8, 4-7) steht: ¨Hört dieses Wort,

die ihr die Schwachen verfolgt und die Armen im Land unterdrückt.

Ihr sagt: Wann ist das Neumondfest vorbei? Wir wollen Getreide verkaufen.

Und wann ist der Sabbat vorbei? Wir wollen den Kornspeicher öffnen,

 den Preis grösser machen und die Gewichte fälschen.

Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein Paar Sandalen die Armen.

Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld.

Beim Stolz Jakobs hat der Herr geschworen: keine ihrer Taten werde ich je vergessen.¨