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HUMANE ARBEITSWELT, WANN ?

 

Das geht schon lange so:

Erwerbsarbeit wird gehandelt als Schlüssel 

zu Wohlstand, Glück, Anerkennung, Ehre.

Aber: Erwerbsarbeit ist Marktware.

Und : Seit lange werden Menschen gebraucht, verbraucht, 

missbraucht, gekündigt, entwürdigt.

 Für Niedriglohn, für Hungerlohn.

Und: Erwerbsarbeit ist Mangelware.

Viele sind auf der Suche

stehen an, bieten sich an,

unermüdlich 

und gehen leer aus.

Selber Schuld, sagt man.

Wer sucht, der findet, sagt man

Draussen vor allen Türen stehen sie;

fühlen sich unnütz,

ohne Ansehen, Sozialstatus, Selbstwert

arm, elendig, einsam, resigniert.

Prekär, sagt man.

Keine ordentliche Ware, sagt man

Humane Arbeitswelt: die gab es bisher nur

als Idee, als Forderung, als 1. Mai-Schrei… 

 

Und nun: die Digitalisierung.

Bedeutet sie: mehr Arbeitslosigkeit, 

mehr Ausschluss, mehr Abseits, mehr Armut, 

mehr Wut, mehr Populismus, mehr Fremdenhass…

 

Oder verhilft sie zum Nachdenken über 

eine Humanisierung der Arbeitswelt’

Ein Traum?